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Kein #UPSAccesspoint mehr und #Amazon #UPS #Paketshop

27. April 2018

UPS Access Point lockers, Valdosta

By Michael Rivera [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)%5D, from Wikimedia Commons


Mit Wirkung ab heute ist BioGaarden kein UPS-Accesspoint mehr. Ich kann zu den Gründen mal einiges schreiben:

  • Es lag nicht an der Firma UPS. Die Fahrer und sonstige Kontaktpersonen haben sich immer korrekt verhalten. Allerdings:
  • Das Volumen an Paketen hat sich erhöht. Diese musste ich bis zu 10 Tage vor Ort halten.
  • Insbesondere das unverschämte Verhalten einer Minderheit an UPS-Kunden hat das Fass um Überlaufen gebracht. Als Accesspoint bekommt man 60c pro Paket, dass man heraus gibt. Die Paketkunden recherchierten unsere Telefonnummer und mehrere riefen am Tag an, wenn sie eine Benachrichtigung erhielten, dass ihr Paket bei uns lag. Und baten darum, mal nachzuschauen, ob es wirklich schon da ist. Das habe ich eigentlich immer (höflich) abgelehnt. Einige aber wollten das nicht akzeptieren und mehr Service eingefordert. Am Ende hatte ich brutto einen Umsatz von 50-60 € im Monat. Den Zeitaufwand pro Kunden (Papiere checken, Paket suchen, Pakete annehmen und herausgeben,…) schätze ich auf bis zu 1,5 Stunden pro Tag. Verbunden damit eben auch Situationen, in denen man wichtige Dinge im Büro erledigen möchte und nur für das Vergebliche suchen des Pakets (das dann doch erst am Folgetag eintrifft). Also teilweise auch 2-3 Termine mit einem Paketkunden. Andere Paketkunden  akzeptieren auch nicht, dass sie einen Ausweis zeigen müssen und dann kriegt man auch mal ein „Scheißladen!“ an den Kopf geworfen. Nur weil man sich an die wenigen Regeln hält.
  • Die Pakete muss man natürlich vorhalten. Das kostet Platz im Laden. Aber da es auch nicht die eigenen sind, muss man damit noch vorsichtiger umgehen, was wenn man selber Ware im Karton bekommt.
  • Natürlich ist man oft auch Ziel des Ärgers, den Leute mit UPS haben. Ob berechtigt oder unberechtigt
  • Als ich ein mal aus meiner Mittagspause wiederkam wurde ich auch mal angepflaumt mit dem Satz: „Sie dürfen doch keine Mittagspause machen!“

Also an alle die nette Mehrheit der ganz normalen, problemlosen UPS-Kunden: Ihr könnte euch bei den wenigen Idioten bedanken, wenn eure Pakete in nächster Zeit ohne Zustellung wieder zurück gehen, oder die Laufzeit sich um ein paar Tage verlängert.

Zusätzlich habe ich beschlossen, dass ich für Nachbarn in Zukunft keine Amazon-Pakete mehr annehme. Ich möchte die Politik dieses Konzerns nicht weiter unterstützen. Das passt auch nicht zu einem Bioladen.

Ich bin jedenfalls erleichtert diese Verantwortung los zu sein. Es ist immer besser eine Verantwortung abzugeben oder zurückzugeben, als wenn man den Ärger runterschluckt oder es halbherzig macht.

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