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Neue Fenster fürs Cafè

23. August 2016
Neue Fenster im Café

Neue Fenster im Café

Vielen Dank an den Vermieter. Wer uns schon mal besucht hat weiß, das unsere Fenster in keinem guten Zustand waren (u.a. war die Gasschicht der Thermopane-Fenster kaputt und daher Wasser darin und alles was draussen passierte konnte man auch bei geschlossenem Fenster so verstehen, als wenn diese offen ständen.). Ab nun wird mal auch sehen, wenn wir unsere Fenster putzen oder nicht. Sehen gut aus. Jetzt können wir sie auch besser aufklappen. Wir sparen jetzt sicher viel Wärme

Da es aber extrem riecht, verkaufen wir heute dort mal keinen Käse.

3 Jahre BioGaarden

23. August 2016

Gestern:

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Ihr habt was verpasst und es war nett, alle die, die nicht gekommen waren. Als Experiment hatte ich mal Linsenkürbissuppe ausprobiert. Als Kurzrezept: Kürbis im Topf pürieren und danach braune Linsen dazugeben und köcheln. Als primäres Gewürz Kreuzkümmel (auch Kumin,Cumin)

Ansonsten vielen Dank für die Blumen, die Kuchen, die Live-Musik, die Seifenblasen, die Cocktails, die Muffins, die Freundschaft, den Spieltrieb, den Hunger, das Lob und so weiter.

Vielleicht ja nächstes Jahr wieder?

Thilo

Samstag 20.8. 9-13 Uhr

15. August 2016

Diesen Samstag normalisieren wir so langsam. Öffnungszeiten sind verkürzt 9-13 Uhr!

#Bio ist immer teurer?

13. August 2016
  • SKY: Oryza Basmati 500 Gramm: 2,79 € (konventionell)
  • BioGaarden: greenorganics 500 Gramm: 2,40 € (EU-Bio)

Es lohnt sich schon, immer zu vergleichen. Wer glaubt im Supermarkt ist es IMMER billiger, muss damit leben, das er/sie mehr ausgibt als nötig und das oft für ein viel schlechtere Qualität.

Das ist nur eines unter vielen Beispielen. Man findet auch Vieles.was in Bio teurer ist, gerade Fleisch aber auch sowas wie Porree. Aber dazu hat man ja die freie Wahl.

Laden am Samstag,13.8. geschlossen

11. August 2016

An diesem Samstag wird der Laden ebenfalls geschlossen bleiben!

Laden am Samstag,6.8.geschlossen

2. August 2016

An diesem Samstag wird der Laden geschlossen bleiben!

Der Anfang…

30. Juli 2016
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2013 „So sah es früher im „Kabul Basar“ aus.“

Angefangen haben erste Planungen zu einem Bioladen in Kiel-Gaarden bereits im April 2010 mit einem Treffen zweier GründerInnen. Da es viel Wechsel gab, nenne ich hier keine einzelnen Namen (ohne Abstimmung mit den damals Beteiligten). Dieser Text soll einigen, die etwas ähnliches gründen wollen als Information dienen.

Eine der Schwierigkeiten war: Wieviele Leute sollen/wollen/können von dem Laden leben? Auch haben wir die Erfahrung gemacht, dass Menschen dann, wenn es konkret wird, einen Rückzieher machen. Weil es einen großen Unterschied macht von der Eröffnung eines Bioladens zu träumen und es real umzusetzen. Jede ernsthafte Gründung braucht einen Kern an überzeugten und es gibt mehrere Phasen. Am Anfang steht ja das Abschätzen wie realistisch eine Umsetzung der Idee ist. Das ist eng verbunden damit, wie viele Menschen davon leben können wollen. Von Anfang an sollte es ein Kollektiv werden. D.h. eigentlich irgendwann ausschließlich betrieben werden von Gleichberechtigten ohne Angestellte. Am Anfang ist das auf jeden Fall schwer, denn in den ersten Jahren können nicht unbedingt alle voll von einem Projekt leben.

Darüber hinaus ist das Ideal eines Kollektivs in unserem real-existierenden Wirtschaftssystem auch aus folgenden Gründen schwierig umzusetzen: Nicht jede/r der seine Arbeitskraft verkaufen muss, möchte auch zu gleichen Teilen Verantwortung tragen. Und Menschen, die bewusst die volle Verantwortung mittragen wollen und können wachsen auch nicht auf den Bäumen. Viele wollen einfach nur ein wenig Geld dazu verdienen. Ich wage zu behaupten, dass es nur wenige Kollektive in Deutschland gibt, wo alle Kollektivmitglieder voll davon leben können und es keine Angestellten gibt.

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2013: „In diesem Raum waren Holzfaserplatten drübergenagelt. Substanz kann man ja ruhig erhalten und es ergibt einen Kontrast zu den weißen Fliesen im Hauptraum.“

In den USA gibt es dagegen so einiges an Projekten, insbesondere „organic grocery stores“ oft auch in benachteiligten Vierteln über „community organizing“ als gemeinsames Projekt hochzuziehen (wie z.B. „Mandela Market Place„in Oakland), die dann auch von einem Viertel voll mitgetragen werden. Auch im Sinne: Gute Jobs, gute Ware und bezahlbare Preise. Leider hat sich in DE die Vorstellung etabliert, Bio wäre etwas elitäres und Luxus. Auch ist hier die Tradition der Genossenschaften seit dem Dritten Reich ziemlich kaputt und auch die Gründung einer Genossenschaft alles andere als trivial. Wer gemeinsam und gleichberechtigt einen Laden eröffnen will trifft auf extra viel Hürden und höhere Kosten. Hier herrscht sehr stark die Meinung vor etwas müsste entweder total unkommerziell sein, oder ein gefördertes Projekt als ABM, oder eben total kommerziell und unabhängig. Die Idee gemeinsam einen Laden zu entwickeln und zu betreiben ist immer noch sehr fremd, auch wenn Mitgliederläden seit Jahrzehnten Verbreitung haben.

Beim Gemeinsamen hört es aber auch oft schnell auf: Der Ladenalltag verlangt täglich neue Entscheidungen. Da gibt es Meinungsverschiedenheiten und nicht jeder ist bereit und in der Lage diese mitzutragen. Wir hatten 2013 zu zweit eine GbR gegründet. Diese löste sich 2014 nach dem Ausstieg eines der Gesellschafter auf. Und damit war dann auch das Kollektiv zwangsweise aufgelöst. Bei einer GbR verbleibt dann nichts. Laut Gesetz werden dann alle Schulden und Gewinne geteilt.Hier gab es auch Meinungsverschiedenheiten und das hat den Neuanfang/Weiterentwicklung bis heute erheblich ausgebremst. Von meiner Perspektive aus sollte man bei einem Kollektiv daher sehr darauf achten, dass der Laden selbst einen gewissen Bestandsschutz hat. Es ist natürlich auch leichter eine GbR aufzulösen. Wenn man das will, ist das gut. Und ich würde daher auch sagen, dass es da bereits nach einem Jahr der Ausstieg kam es besser so war. Aber seitdem ist BioGaarden ein Einzelunternehmen und kein Kollektiv mehr.

Der Laden soll sich neu konstituieren, sobald finanziell alles soweit geordnet ist. Wie genau steht noch nicht fest. Ideal wäre sicher ein wirtschaftlicher Verein, aber der muss extra vom Innenministerium genehmigt werden. Die aber haben signalisiert, dass sie keine Zeit zur Beantwortung meiner Fragen haben (stattdessen wurde damals Leute für eine eigene Abteilung zur Olympiabewerbung Kiels gegründet).

Die Eröffnung war am 21. August 2013 mit einer schönen Atmosphäre und das trotz unserer Hektik davor. Selbst während der Eröffnung waren wir noch dabei Preisetiketten anzubringen.

Man lernt viel in den Jahren. Vieles lief besser als erwartet, anderes weniger gut. man muss lernen mit den Ups& Downs klarzukommen. Und immer dann wenn man glaubt man hat eine Normalität erreicht geht etwas kaputt, oder Kunden oder MitarbeiterInnen gehen weg. Es ist wie ein stetiger Neuanfang. Dabei eine Kontinuität zu wahren ist die eigentliche Herausforderung. Dabei findet man sich auch stets gefühlt zwischen allen Stühlen um Erwartungen zu erfüllen. Und nicht alle Geschäftspartner und -ämter wirken dabei als hilfreich. Oft fühlt es sich eher nach Gegenwind an. Und das auch uns besonders im Umfeld Gaarden, wo Bewohner und Läden mit vielen Vorurteilen zu kämpfen haben.

Dabei ist BioGaarden für viele ein wichtiger Bezugspunkt im Viertel geworden. Auch ein Ort der Vernetzung. Viele wohnen nur deshalb (noch) hier, weil es uns gibt. Ich schreibe übrigens immer noch „uns“, weil der Laden nie nur „ich“ war, nicht in Zeiten des Kollektivs und auch nicht danach. Das „Wir“ bezeichnet dann die Gesamtheit des Ladens, auch der Angestellten und der Kunden, die hinter uns stehen. Es war immer mehr ein Wir-Laden, als ein Ich-Laden, auch wenn ich die Entwicklung momentan primär zu verantworten habe.

Das Zwischenfazit sieht gemischt aus: Zum einen hätte ich vor drei Jahren kaum zu hoffen gewagt, dass es uns in drei Jahren noch gibt. Natürlich geht man davon aus, aber man weiß ja nie, was die Zukunft bringt. Zum anderen ist die Zukunft langfristig leider noch nicht so sicher, das wir uns bereits ausruhen könnten. Es werden immer noch weitere Kunden und Mitglieder gesucht. Nicht zuletzt auch, weil viele ehemalige Stammkunden Kiel im letzten Jahr verlassen haben. Und die Neu-Gaardener müssen uns auch erst mal finden und kennenlernen.

Daher auch die Gelegenheit am 22. August mit uns gemeinsam die drei vergangenen Jahre zu feiern. Wir sind noch da und stehen zu Gaarden. Kein anderer Stadtteil ist so lebendig und menschlich. Ein Stadtteil der kurzen Wege und der guten Nachbarschaft. Wir sehen uns als Laden mitten in Gaarden als ein Laden unter vielen, aber mit einem etwas anderen Angebot.

Man sieht sich!

 

 

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