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Gewinn ist kein Umsatz und die Bedeutung

22. Mai 2015
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In Existenzgründungsseminaren fällt häufig der Satz “Umsatz ist kein Gewinn!”. Klingt banal, ist aber so. Ich will hier nicht so sehr auf den Unterschied eingehen, sondern auf eine darunterliegende Interpretation. Allgemein sollte jeder, der irgendwie selbständig Geld verdienen will natürlich wissen, dass man vom Umsatz immer noch die Kosten abziehen muss, um den Gewinn zu ermitteln.

Was der Satz für sich und die Seminare aber nicht richtig vermitteln ist, dass es insbesondere bei Geschäftsideen bei denen angebotene Produkte verfallen noch eine weitere Konsequenz gibt, die ich im Laufe des Betriebes unseres Ladens besser verstanden habe und gerne teilen möchte:

  1. Man kann z.B. bei Frische (Obst & Gemüse, Kühlwaren(MoPro)) versuchen ständig eine breite Palette anzubieten. Dadurch kann der Umsatz teilweise erheblich steigen. Wenn es aber zu viele Produkte im Sortiment gibt, die nicht mehr zum vollen Preis verkäuflich sind, steigen zwar vor allem die Kosten für den Einkauf und zum Teil auch der Umsatz, aber es schlägt sich nicht ausreichend in einem höheren Gewinn nieder. Und wenn man Pech hat sogar mit einem Verlust. Bei einem Bioladen kann es vor allem bei einer weniger hohen Kundenzahl als bei Supermärkten aber vermehrt dazu kommen, dass bestimmte Gemüsesorten weniger vom Kunden geliebt und links liegen gelassen werden. Das passiert dann auch gerne mal von einem Tag auf den anderen, z.B. aufgrund von Temperatur- und Wetterveränderungen. Aktuelles Beispiel bei uns zur Zeit z.B. das von einem Tag auf den anderen kaum jemand mehr Kohlrabi kauft – in den Vorwochen es aber noch der Renner war. Ein paar grad mehr, ein paar mehr Sonnenstrahlen und schon heißt es wohl: Wintergemüse ade!. Hier gilt es dann, die Trends und Schwankungen früh genug zu merken und am besten sofort zu reagieren in beide Richtungen. Fehleinschätzungen werden dabei vor allem teuer, wenn man zu viel Ware einkauft. Zu wenig Ware macht den Händler auf die Dauer zwar auch unbeliebt, aber zumindest kann ein vernünftiger Preis erzielt werden.
  2. Der andere Aspekt ergibt sich aus der Breite des Sortiments. Je größer das Sortiment, desto mehr Verpackungseinheiten muss man bestellen, um alle Regalplätze nachzufüllen. Der erste große Sprung ist die Erstbestellung bei einem Großhändler. Man kauft tausende Kartons und Gläser, die dann den Warenbestand ausmachen, aber bis diese verkauft sind, kann es Monate dauern. Verpackungseinheiten bestehen im Biohandel oft aus ungefähr 6 Einheiten. D.h. wenn man 10 Produkte hat und alle auffüllen möchte, so muss man 6*10 = 60 Einheiten vorfinanzieren. Bei einem EK von 1€ wären das z.B. 60 €. Zwar verkauft man die Produkte deutlich teurer als zum Einkaufspreis, z.B, zu 1,50 € , aber der Faktor Zeit ist hierbei schon sehr wichtig. In unserem Beispiel würden wir also z.B. wenn wir in einer Woche lediglich 1 Anzahl eines Produktes verkaufen bei 10 Produkten eine Einnahme von 15 € haben. Wir geben also in einer Woche z.B. 60 € für Bestellungen aus, nehmen aber nur 15 € ein. Das erfordert dann eben Geschick beim Bestellen. Zudem verschlechtert sich die Rechnung um so breiter das Sortiment  wird und je länger Produkte unverkauft im Regal stehen. Stichwort dazu ist die Warenrotation. Gerade bei geringem Kapital oder wenn man ohne Dispo anfängt, kann das oft schon mal ziemlich haarig werden und eine deutliche Reduzierung der Produktpalette kann dabei schon mal ganz hilfreich seih. Und die Kunden merken auch, dass es bestimme Produkte zuverlässig vorrätig gibt.

Nebenbei kann man natürlich auch immer mit dem Sortiment spielen – Dinge reinnehmen und wieder auslaufen lassen. Das hört nie auf und kann ja auch für Kunden und einen selbst spannend sein.

Diese Erkenntnisse sind jetzt einfach im Lauf des Betriebes erst so richtig zu mir durchgedrungen. Aber besser spät als nie. Manches muss man auch selber erfahren . Solange man in der Lage ist Dinge zu kapieren und zu analysieren, die passieren ist ja noch alles gut. Fatal sind Fehlinterpretationen oder wenn man zu sehr darauf beharrt etwas weiter so zu handhaben, wie es noch vor 1-2 Monaten geklappt hat.

Thilo

Artikel über BioGaarden

26. April 2015

Im neuen “Plietsch”-Magazin findet man einen Artikel über uns auf Seite 14.

Einiges in dem Artikel stimmt nicht (mehr), u.a. haben sich ja die Öffnungszeiten im März geändert, und wir haben erst jetzt 150 Mitglieder. Ansonsten ganz nett.

Man muss kein Mitglied sein, um bei uns einkaufen zu können! #bio #gaarden #biogaarden

24. April 2015

Aus aktuellem Anlass möchte ich darauf hinweisen, dass wir anders als die meisten Mitgliederläden in Kiel (außer der Brennessel in Pries), haben wir ein gemischtes Konzept. Das heißt wir sind zum einen ein ganz normaler Bioladen  (vielleicht nicht ganz normal, aber darum gehts grad nicht), in dem JEDE/R einkaufen kann.

Man KANN aber auch Mitglied werden und zahlt dann einen geringeren Preis. Die Preise für Mitglieder ergeben sich aus einem Aufschlag auf den Einkaufspreis, der sich nach Warengruppen unterscheidet (zwischen 15 und 20 Prozent). Am Anfang haben wir versucht die Preise mit Abschlägen auf die UVP zu berechnen, aber da kommt man dann manchmal auch unter den Einkaufspreis bei einzelnen Artikeln, wenn man nicht aufpasst.

Die Mitgliedschaft ist dann günstiger, wenn man eine bestimmte Menge im Monat einkauft. Oftmals ergibt sich der UVP für Produkte im Trockensortiment erfahrungsgemäß aus Einkaufspreis * 1,5 * 1,07 (USt) . Bei Getränken oft ein geringer Aufschlag (dafür 19 Prozent Umsatzsteuer). Wobei Mitglieder auch darüber hinaus Vorteile haben, die in die Kalkulation nicht einfließen. Aber ob nun Mitglied oder nicht – alle sind bei uns willkommen!

150

24. April 2015

Am 21 August 2013 haben wir eröffnet. Das heißt also im August diesen Jahres wird BioGaarden zwei Jahre alt. Leider fand zwischendurch durch den Kündigung eines Gesellschafters und der damit verbundenen Auflösung des Kollektivs zu Ende Februar 2015 eine Krise statt, die die Fortentwicklung des Ladens an einem entscheidenden Punkt nach dem ersten Jubiläum nachhaltig zurückgeworfen hat. Seitdem versuche ich nun alleine den Laden mit Unterstützung einiger MitarbeiterInnen fortzuführen so gut ich das kann.

Diese Woche nun haben wir erstmals die Zahl von 150 Mitgliedern erreicht (nach ein paar Monaten Stagnation). Ich denke das ist ein wichtiger Meilenstein. Auch wenn JEDE/R im BioGaarden einkaufen kann – ob Mitglied oder nicht – so stellen die Mitglieder doch sowohl die  verbindliche und finanzielle Basis von BioGaarden dar.

Für die Zukunft haben wir immer noch viel vor. Neue Waren, neue Kühlschränke, neue Regale und auch mehr Aktivität im Verein. Aber alles unter dem Vorbehalt der Finanzier- und Machbarkeit. Leider ist die Realität nicht immer so einfach und angenehm, wie man sie sich wünscht.

Mein Zwischenfazit nach 150 Mitglieder und im zweiten Jahr nach der Eröffnung: Wir haben viel erreicht zusammen. Nun gilt es allerdings den Laden zu stabilisieren und für die Zukunft eine neue Basis zu schaffen, damit er auch auf lange Jahre Bestand haben kann. Zwischendurch wird es wohl immer auch mal wieder holprig sein, solange wir nicht aus dem Vollen schöpfen können. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen Kund*innen, die uns so lange die Treue gehalten haben. Auch bei denen, die wegen Wegzug in andere Stadtteile und Städte oder aus anderen Gründen die Mitgliedschaft kündigen mussten. Leider ist ja alles auf dieser Erde nur auf Zeit und deshalb müssen wir auch die Zukunft immer im Blick behalten. Bisher haben wir das ja aber (Vorsicht Eigenlob) ganz gut gemeistert. Es macht noch Spaß und Dank neuer Mitarbeiter*innen wird es in der kommenden Zeit auch für mich wieder etwas entspannter.

Ich wünsche Euch nen schönen Frühling und ein gutes Restjahr 2015!

Mehr Licht im BioGaarden (siehe Fotos) #Gaarden

22. April 2015

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Ein Regal weniger an der großen Fensterfront. Ist jetzt viel heller und freundlicher. Getränke sind jetzt alle hinten. Kaffee und Tee im Durchgang neben den Kühlschränken.

Grüße aus dem #BioGaarden ! #Bio #Gaarden #Postkarte #Bioladen #Kiel

7. April 2015

Flyer_22_3_2015_gr

Gestaltet (2015) von Dominique Benirschke. Als Postkarte, auch zum Verschicken in unserem Laden.

Hängeschränke gesucht

24. März 2015

Für unsere zukünftige Käseschneideecke suchen wir noch Hängeschränke und passende Beleuchtung (für die Arbeitsfläche darunter). Falls da jemand was hat bitte bei uns melden.

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