Wir haben eine Ladenfläche!
Es gibt hier heute mal gute Nachrichten: Wir haben einen Mietvertrag.
Mit Unterschriften und in hübsch.
Wir können am 01. Juli die Räume beziehen und beginnen dann unmittelbar mit allen notwendigen Arbeiten. Die Eröffnung planen wir für August nach den Sommerferien, sofern alles gut klappt mit den Vorbereitungen. Die Adresse wird sein: Kaiserstraße 56, 24143 Kiel (Aktuell Schnäppchen-Markt “Kabul Bazar”) Wir freuen uns sehr und fangen dann auch schon mit der konkreten Planung an.
Grüße vom BioGaarden-Team
Thilo & Stefan
StattAuto in Gaarden ab dem 23. April!
Wir freuen uns, dass die Kollegen von StattAuto bereits am 23. April ihren Standort vor der Volksbank in Gaarden eröffnen.
Als „Schnupperangebot“ erhalten alle Interessierten, die bis zum 31. Mai 2013 einen Probevertrag bei StattAuto abschließen, ein Fahrguthaben in Höhe von 25 Euro. Dieses können sie in den ersten 3 Monaten zum Ausprobieren der neuen CarSharing-Fahrzeuge nutzen.
Nun hoffen wir, dass es mit unseren Räumen auch bald geregelt werden kann. Daumen drücken!
Habt ihr schon auf? Wann ist es soweit? (März 2013)
Da wir diese Frage zur Zeit oft gestellt bekommen, hier einfach mal ein kurzes Update: Wir haben leider noch nicht auf. Im Moment hakt es noch ein wenig beim Abschluss des Mietvertrages. Auch wenn noch Schnee liegt, sind wir trotzdem davon überzeugt, dass der Frühling auch dieses Jahr kommen wird. Geduld ist aber nach wie vor gefragt…
Warum Bio kaufen?
Bei den Lebensmittelskandalen der vergangenen Jahre waren auch immer wieder Bio-Betriebe betroffen. Für manche fängt hier der Zweifel an, ob sich Bio überhaupt lohnt. Außerdem gibt es bislang keine wissenschaftlichen Untersuchungen, die definitiv belegen, dass Bio gesünder ist. Wir wollen hier ein wenig auf diese Zweifel eingehen.
Zur Frage ob sich Bio lohnt, wenn Bio auch mal von Skandalen betroffen ist: Zum einen sind wir uns bewusst, dass auch Nicht-Bio eine hohe Lebensmittelqualität haben kann. Ein regionaler Landwirtschaftsbetrieb, der vielleicht sogar biologisch anbaut, aber sich nicht zertifizieren lässt liefert nicht deswegen schlechtere Produkte, weil ihm ein Stück Papier fehlt. Regionalität, Nähe zum Verbraucher und Transparenz sind Werte die unabhängig von “echtem Bio” sind. In kommenden Artikel wollen wir noch auf die Unterschiede zwischen den verschiedenen Zertifikaten und Siegel/Labels eingehen.
Generell ist aber zu sagen, dass Bio-Siegel eine Kontrollinstanz darstellen. Ein Betrieb, der sich z.B. dem Bioland-Siegel anschließt muss bestimmte Kriterien erfüllen und auch Kontrollen zulassen. Vielleicht sind diese heute zu lasch und nicht ausreichend. Vielleicht muss da an vielen Stellen auch nachgebessert werden. Generell bedeutet ja aber die Veröffentlichung eines Skandals, das entweder Kontrollen geklappt haben oder zumindest Mißstände bekannt wurden. Skandale an Kontrollen vorbei sollten dich aber nicht so verstanden werden, dass weniger Kontrollen oder weniger Bio besser wäre. Der Bio-Gedanke, wenn man den mal so allgemein fassen möchte bedeutet doch zum einen ein Qualitätsmerkmal und zum anderen auch ein Verzicht auf bestimmte Methoden der Ertragssteigerung oder Verzicht auf bestimmte umweltschädliche Mittel und Verfahren.
Mit der Entwicklung von Bio hin zum Mainstream wird Bio auch für Supermärkte und die Masse der Konsumenten interessant. Gerade jetzt wird es Zeit die Kriterien und Kontrollmethoden neu zu überdenken. Ob man sich nun vegan, vegetarisch, sojafrei, laktosefrei oder glutenfrei ernährt: Man will nichts essen, was man nicht will. Sei es nun wegen einer Unverträglichkeit oder aus moralischen oder politischen Gründen. Gleiches gilt für den Anbau: Für die einen reicht es, wenn Kaffee den Kleinbauern in Südamerika einen etwas höheren Verkaufspreispreis als auf dem Weltmarkt garantiert. Andere wollen Kaffee ausschließlich aus zapatistischen, selbstverwalteten Betrieben und mit einem garantierten Preis, der mehr ermöglicht. Auch hier wollen VerbraucherInnen nicht beschissen werden und für etwas zahlen, was nicht drin ist. Oder sie kaufen in einem Bio-Mitgliederladen, der als Kollektiv organisiert ist und wollen sicher sein, dass da gleiche Arbeit auch mit dem gleichen Lohn bezahlt wird und jede/r im Betrieb auch die gleichen Rechte besitzt.
Die Antwort auf diese Bedürfnisse setzt Transparenz vom Anbau bis zum Einkaufskorb voraus. Wir müssen als VerbraucherInnen oder als Anbieter darauf drängen mehr zu wissen über Anbau/Herstellung, Vertriebswege, etc. . Es ist fatalistisch zu meinen es würde ja eh alles egal sein was man kauft.
Hier kommen wir zu dem Thema “Wie gesund ist Bio? Dazu muss man wissen, dass mittlerweile im Anbau von Obst
und Gemüse teilweise eine erhebliche Anzahl unterschiedlicher Pestizide zum Einsatz kommt, um bei keinem der Pestizide Grenzwerte zu überschreiten. Greenpeace hatte das z.B. 2005 getestet (PDF) und herausgefunden das zum Beispiel bis zu 18 Pestizide in einer Portion türkischer Tafeltrauben steckten. Oder 2008 bis zu 22 Pestizide bei Kräutrern und Gewürzen.
Niemand weiß, wie diese Vielzahl an Pestiziden auf unseren Organismus wirken. Manche Stoffe wirken vielleicht auch als Katalysatoren und verstärken die Wirkung bestimmter Schadstoffe eines anderen Pestizids. Es können auch gar nicht alle möglichen Kombinationen durchgetestet werden. Das vielleicht viele VerbraucherInnen aus Kostengründen nicht immer 100% Bio kaufen, auch wegen den o.g. Zweifeln ist verständlich. Dennoch sollte man überlegen, ob man dem eigenen Körper als Testobjekt dieses in der Menschheit einmaligen chemisch-biologischen Experiments aussetzen will und nicht lieber auf diesen Giftcocktail so gut es geht verzichtet. Umweltgifte gibt es eh genug. Die Antwort sollte aber nicht Fatalismus sein.
Man kann sich auf verschiedene Art etwas Gutes tun und der Verzicht auf eine Vielzahl künstlicher Pestizide ist mit Sicherheit eine dieser Sachen. Garantiert und meßbar ist daran bislang nichts. Aber ich trinke auch nicht jede Flüßigkeit, die man mir vor die Nase setzt. Ich will wissen was da drin ist. Manche Leute schauen sehr genau darauf, welches Bier sie trinken, auch wenn es für andere marginale Unterschiede sind und vom Schaden her ists wahrscheinlich oft gleich (abgesehen vom Biobier natürlich). Warum dann nicht z.B. bei Gemüse, Kräutern und Gewürzen anfangen Produkte zu kaufen, die nachgewiesen weniger Pestizide enthalten? Wenn wir anderswo Prioritäten setzen können, dann können wir das hier auch.
Letztendlich ist da jeder von uns aber selber verantwortlich wie er mit seiner Gesundheit umgeht. Es geht nicht um Ideologie oder darum, dass wir behaupten Bio sei per se immer besser. Die Wahrscheinlichkeit Gift zu schlucken ist bei Nicht-Bio allerdings generell höher. Die Entscheidung liegt bei euch!
Weitere Infos: Bio-Lebensmittel: Umweltschonend und gesund? (PDF)
Warum Kollektiv und wie?

The Co-op Museum, Toad Lane, Rochdale.
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Manche mögen sich fragen, warum wir ein Kollektiv gründen, statt einen “ganz normalen Laden” zu machen. Zunächst einmal eine Klärung des Begriffes “Kollektiv”. Um unser Modell zu beschreiben, verwenden wir den englischen Begriff “worker cooperative” (Arbeiter-Genossenschaft), also eine bestimmte Art der Genossenschaft, jedoch nicht zentral organisiert, wie z.B. die Coop eG.
Genossenschaften sind üblicherweise Organisationen/Unternehmen, die einzelne Anteile an Mitglieder verkaufen. Damit werden die Käufer der Anteile Anteilseigner. In einer solchen Genossenschaft wäre es daher so, dass in unserem Beispiel diejenigen, die die Anteile kaufen, Eigentümer des Ladens würden und somit Arbeitgeber*innen derjenigen wären, die im Laden arbeiten. Dies kann man nur dadurch verändern, dass nur diejenigen, die im Laden arbeiten, Anteile am Laden halten dürfen. Zudem ist das Genossenschaftsrecht in Deutschland sehr streng und die Mitgliedschaft in einem Kontrollverband recht teuer. Daher haben wir uns gegen die Rechtsform der Genossenschaft ausgesprochen. Unsere Rechtsform ist derzeit die einer GbR.
Zurück zum Kollektiv oder Kooperative: Die Grundidee ist, dass die Gründer*innen einer Firma auch Eigentümer sind – und das alle, die mitarbeiten auch Kollektivmitglieder und somit Miteigentümer auf Augenhöhe sind. Damit gibt es keine Hierarchien und keine Chefs und Angestellten. Warum? Weil es aus unserer Sicht schwierig wird, wenn wir unter Freunden diese Einteilung haben. Manche meinen, in einem Kollektiv würde es immer zu Streit kommen. Aber soviel wir wissen, kann es immer, wenn Menschen zusammenarbeiten, Streit geben.
Trotz allem wird es bei uns auch (zeitlich befristet) Angestellte geben. Das hat einen einfachen Grund: Unser Kollektiv soll klar umrissen sein. Es muss ein Weg gefunden werden, den Weg ins Kollektiv zu finden. Dabei kann es weder sein, dass jedeR der/die mitarbeitet, sofort volles Kollektivmitglied ist und volle Rechte und Pflichten hat, weil damit niemandem geholfen ist. Weder ist es zumutbar jemand der nur reinschnuppert, das volle Risiko aufzubürden, noch wollen wir denjenigen sofort das volle Recht geben, weitreichende Beschlüsse mit abzustimmen. Wenn wir das Kollektiv aufbauen, dann wollen wir auch die Zukunft selber gestalten.
Was neue Kollektivmitglieder angeht, so wird es für diese eine Probezeit von 6-9 Monaten geben. Danach werden sie entweder aufgenommen oder müssten aussteigen. Das haben wir im GbR-Vertrag festgehalten. In unserem Kollektiv gilt theoretisch das Mehrheitsprinzip. Was bei zwei Mitgliedern derzeit nur auf dem Papier steht, wird erst ab drei Mitgliedern interessant. Warum kein Konsens? Weil Konsens dem Wesen demokratischer Entscheidungen widerspricht. Es ist zwar schön, wenn sich alle einig sind und es lohnt sich sicher oft einen Konsens anzustreben. Bei vielen Entscheidungen ist es aber nicht möglich, wenn man keine Entscheidung treffen kann. Dieses würde dann entweder bedeuten, dass der Betrieb aufgelöst werden muss oder handlungsunfähig wird. Zudem hat bei Konsens die Minderheit oder der/die Einzelne die gleichen Rechte wie eine überwiegende Mehrheit. Damit aber stellt man grundsätzliche demokratische Prinzipien in Frage und ermöglicht es, dass Wenige über Viele Macht ausüben. Das Gegenteil jedoch ist die Gemeinschaft, die wir aufbauen wollen. Wenige, die über Viele herrschen, das ist es, was wir jeden Tag in Chefbetrieben oder der Politik erleben dürfen. [Interessant dazu auch der Artike:l Über die Organisierung - DA 215]
Am Anfang, in der Keimzelle unseres Betriebs haben wir Konsens, da wir zu zweit sind. Wir sind voll aufeinander angewiesen und vielleicht ist es in dieser Phase jetzt auch das Beste, weil wir dadurch gezwungen sind, zunächst an allen Stellen einen gemeinsamen Nenner zu erzielen. Eine gemeinsame breite Basis hilft uns an einem Strang zu ziehen. Wenn der Betrieb aber läuft und das Kollektiv wächst, wollen wir nicht die Erfahrung mancher Kollektive wiederholen und die Existenz des Ladens riskieren. Unsere Existenz hängt an dem Laden und damit auch das Risiko sich zu verschulden, wenn wir uns in eine Sackgasse manövrieren würden.
Über die Ebene des Kollektivs – der Eigentümer*innen im Betrieb hinaus, sehen wir die Laden-Mitglieder (Kunden) als wichtige Kooperationspartner*innen. Alle Kunden können auch Mitglieder werden und über den Weg eines “nicht eingetragenen Vereins” konstruktiv mit uns in einen Dialog treten. Es wird zwar nicht so sein, dass uns Vorgaben gemacht werden können, doch sollen die im “Mitgliederverein” erarbeiteten Vorschläge Bestandteil unserer Planung und Ausrichtung sein. Die Mitspracherechte und ein Mindestmaß an Transparenz, werden wir schriftlich festlegen. Transparenz kann Vertrauen schaffen und ermöglicht allen Mitgliedern, sich ein Urteil über unser Tun und Wirtschaften zu bilden.
Wir gründen den Laden, um anders zu arbeiten. Vom Geschäftszweck tun wir etwas, wozu wir stehen können. Wir wollen unabhängig sein von Vorgesetzten und wollen auch selber keine sein. Eine Vernetzung mit anderen Kollektiven streben wir an, weil durch ein solches Netzwerk eine andere Wirtschaftsweise befördert werden kann.
Ein Kollektiv umzusetzen, ist nicht einfach. Die Realität erfordert oft Kompromisse, die man eigentlich vermeiden möchte. Vermeiden ließen sie sich aber nur, wenn man das Wagnis einer Selbständigkeit nicht eingehen würde. Im bisherigen Verlauf des Kollektivs gab es viele Punkte, an denen wir das Projekt tendenziell eher beenden wollten. Eine Aufgabe wäre der leichte Weg gewesen. Man begibt sich dann auch nicht in Gefahr zu scheitern oder Fehler zu machen. Aber Fehler sind schließlich menschlich. Und von irgendwas muss man leben. Und wir denken nach wie vor: Lieber selbst bestimmt arbeiten als abhängig beschäftigt.
Was das Wachstum unseres Kollektivs angeht: Im Moment nicht. Erst einmal muss alles anlaufen. Sofern Gewinn und genug Arbeit auf absehbare Zeit vorhanden sind, würden wir gerne einen oder eine Dritte/n dazunehmen. Aber darüber machen wir uns jetzt keine Gedanken und daher lohnt es sich im Moment leider nicht, diesbezüglich Anfragen an uns zu richten. Sobald der Zeitpunkt gekommen ist, schreiben wir dazu dann einen Blogartikel.
Übrigens: 1899 wurde in Kiel der Allgemeine Konsumverein Kiel (AKVK) gegründet (Quelle: Wikipedia)
Zum Weiterlesen: Burghard Flieger: Was macht uns groß und stark – Die Arbeiter- und Konsumgenossenschaftsbewegung in Deutschland
Warum eigentlich Mitgliedschaft?
Ich möchte an dieser Stelle ein wenig begründen, warum wir unseren Laden nur für Mitglieder öffnen werden. Die wichtigsten Gründe sind:
- Unabhängigkeit vom Waren-Umsatz: Dadurch, dass wir uns hauptsächlich duch Mitgliedsbeiträge finanzieren, sind wir weniger abhängig von saisonalen Schwankungen. Auch müssen wir unsere Mitglieder nicht zum Konsum motivieren. D.h. es wird gekauft, was gebraucht wird und wir können unsere Einkäufe besser planen.
- Stabile Kundenbasis: In dem Zusammenhang steht dann natürlich auch unser Wunsch, dass der Laden auch zu einem Treffpunkt von Mitgliedern wird, man sich gegenseitig kennenlernt und vertraut. Ein Mitgliederladen ist im Idealfall weniger anonym als ein beliebiger Supermarkt und wir müssen auch weniger Kontrolle ausüben.
- Finanzielle Stabilität: Auch für Zeiten, in denen das wirtschaftliche Umfeld schlechter wird, versprechen wir uns mehr Stabilität und auch Zusammenhalt durch und für den Laden. Große, anonyme Läden sind unverbindlicher und nur wenige stört es, wenn er schließt. Da wir aber die Profite eh nicht privatisieren wollen (nur das, was wir zum Leben und zur eigenen, kleinen Vorsorge brauchen) betrachten wir unseren Laden auch als Angebot an alle, kostengünstig gute Ware einzukaufen, wie dies auch traditionell die Rolle von Einkaufskooperativen seit jeher war.
Übrigens wurde die Coop auch in Kiel 1899 als “Allgemeine Konsumverein Kiel (AKVK)” gegründet. Leider ist dort von dem ursprünglichen Gedanken nicht mehr so zu finden und es zeigt auch, dass der Status einer Genossenschaft alleine, nicht gleichbedeutend für Unkommerzialität steht.
Zur Frage der Rechtsform wird es auch noch einen eigenen Artikel geben.
StattAuto in Gaarden
StattAuto funktioniert ähnlich wie ein Mitgliederladen. Man wird Mitglied, zahlt eine Einlage und kann dafür dann Autos von StattAuto benutzen. Ein großer Mangel für Bewohner*innen des Ostufers war bisher, dass es jenseits der Gablenzbrücke Richtung Osten bisher GAR KEINEN Standplatz gab. Einige Leute, die nach Gaarden zogen, traten dann aus, oder mussten es in Kauf nehmen bis zum Bahnhof latschen zu müssen.![]()
Ich habe mich da mal ein wenig reingehängt, nicht zuletzt aus ein wenig Eigeninteresse, dass es in Gaarden einen weiteren Standplatz geben sollte. Und nun wird darüber diskutiert, bzw. entschieden. Unter Punkt 7 steht für den 14. November auf der Tagesordnung des Gaarden Ortsbeirates:
- 7. CarSharing für Gaarden – StattAuto endlich auf dem Ostufer?- Herr Kählert (Vorstand der StattAuto EG) ist eingeladen.
Vorteile von StattAuto aus unserer Sicht sind:
- Keine Sorgen mehr um das eigene Auto (Reparaturen, Öl nachfüllen,…). Die Autos sind immer im top-Zustand, sind modern und haben oft einen geringen Verbrauch.
- Keine Anschaffungskosten (insbesondere für Neuwagen), die sich viele gar nicht mehr leisten können.
- Die Grundkosten sind für Wenigfahrer mit 8 € geringer als Haftpflicht-Versicherung plus Kfz-Steuer. Zitat Wikipedia: “Carsharing ist preisgünstiger als der Betrieb eines eigenen gleichartigen Fahrzeugs, solange die jährlich gefahrenen Kilometer und Nutzungszeiten unter der Rentabilitätsschwelle liegen. Diese ist bei den einzelnen Anbietern unterschiedlich, meist zwischen 10.000 und 20.000 Kilometern pro Jahr. Die Stiftung Warentest kam in einer Modellrechnung mit 5.000 Jahreskilometern auf Kosten von 138 Euro pro Monat, mit einem eigenen Wagen dagegen auf 206 Euro pro Monat.”
- Man kann zwischen verschiedenen Autos wählen zwischen Kleinwagen und Transporter.
- Man kann auch in vielen anderen Städten StattAuto benutzen, wenn man in Kiel Mitglied ist.
- Man zahlt mehr für das, was man fährt anstatt höherer Fixkosten.
- Weniger Parkplatzverbrauch
- Es ist kein Beinbruch mehr, wenn ein Auto kaputt geht. Bezieht sich jetzt vor allem auf
Dagegen spricht natürlich, dass man kein Auto mehr vor dem eigenen Fenster stehen hat. Man hat immer die Wege zu den Standplätzen. Außerdem sollte man die Autos immer wieder sauber zurückgeben. D.h. es ist mehr Sorgfalt nötig, wenn man mal Brennholz u.ä. transportiert. Außerdem ist die einzelne Fahrt teurer als mit dem eigenen Auto.
Normalerweise sollten alle, die weniger als 15.000 Kilometer fahren mit StattAuto günstiger wegkommen, als mit dem eigenen Auto. Die entscheidenden Barrieren sind psychologisch: Das eigene Auto zählt in unserer Gesellschaft heute einfach immer noch etwas – ob nun vor der Haustür oder in der eigenen Garage. Das Auto, was die Eltern oder Großeltern ihren Kindern oder Enkeln zum 18. schenken oder vermachen. “Meins” – das finden schon kleine Kinder toll, wenn ihnen was gehört.
In einer Stadt die wächst so wie Kiel wird allerdings der Raum immer enger. Für viele ist auch das eigene Auto ein Luxus, den man sich eigentlich nicht mehr leisten kann. Erstaunlich viele Menschen pflegen dieses Luxus aber immer noch.
Wer sein eigenes Auto abgibt und zu CarSharing wechselt fährt auch weniger, weil man einfach anders rechnet. Vor einer Fahrt weiß man, was sie einem kosten wird. Da zögert man doch öfter. Dadurch mussten am Anfang viele CarSharing-Genossenschaften die Gebühren erhöhen, um die fixen Kosten tragen zu können.
CarSharing hat sich aber mittlerweile etabliert. 2010 soll es bereits in 258 Städten und Gemeinden Deutschlands angeboten worden sein. Hier die Standorte der Partner von StattAuto eG Kiel/Lübeck.
Mein Vorschlag ist jetzt, dass alle, die StattAuto in Gaarden gut finden entweder direkt zur Ortsbeiratssitzung gehen oder ihr Interesse bei StattAuto direkt bekunden: info@stattauto-mobil.de. Ihr könnt uns auch kontaktieren, wenn das Angebot via BioGaarden 2013 Mitglied zu werden für euch interessant ist.
Wir freuen uns jedenfalls, wenn StattAuto mit seinem ähnlichen, eher unkommerziellen Konzept nach Gaarden kommt. eine weit bessere Idee, als die sowas wie McDonalds nach Gaarden
zu locken!
Thilo

